31 Juli 2014

12tel Blick(g) im Juli

Hallöchen ☺
Wusstet ihr, dass ihr die Besten seid!?
Doch, doch...

Mensch, habe ich mich letztes Mal gegrämt, war frustiert und habe es sogar bereut, diese Serie gestartet zu haben. Es ist nämlich gar nicht so leicht Rück- oder Fehlschläge anzuzeigen. So eine Story verlangt doch nach einem Happy End. Wir wollen Erfolgsgeschichten: vom dicken Kind zum schlanken Topmodel, vom häßlichen Entlein zum wunderschönen Schwan, vom Außenseiter zum Trendsetter, vom Aschenputtel zur Prinzessin.

Unser ganzes Leben lang lernen wir, dass wir alles erreichen können. Wir müssen einfach daran glauben, uns es nur feste genug wünschen und obendrein unser Bestes geben. Das tun wir, indem wir hart mit uns selbst sind, erbarmunglos an unserem Vorhaben festhalten sowie rigoros unseren Plan verfolgen.


Doch was passiert wenn es mal nicht wie beabsichtigt läuft? Wenn es nicht klappt und wir versagen...? Beim ersten Mal ist es vielleicht ein Ausrutscher. Darum werden wir hartnäckiger und greifen zu drastischeren Mittel. Wir sagen uns, dass wir lediglich konsequenter sein müssen, kurzum streichen wir kategorisch alles was uns fehlerhaft erscheint.

Dennoch klappt es nicht. Was jetzt? Wir gestehen uns ein, dass wir gescheitert sind. Wir geben die Niederlage zu, betrachten uns als Niete, Versager und fühlen uns unfähig Ziele zu erreichen.

Womöglich fragt ihr euch was ich eigentlich sagen will. Ja, ich habe das alles ziemlich allgemein geschrieben. Worauf ich hinaus will ist, dass wir stark darauf gepolt sind häufig in Extremen zu denken. So gibt in der Regel entweder Sieg oder Niederlage, Schwarz oder Weiß, Ja oder Nein, Oben oder Unten, Entweder oder Oder.

Was wäre wenn Aschenputtel zuviel Sekt getrunken und Mitternacht durchgefeiert hätte? Sie wäre völlig betrunken in die falsche Kutsche gestiegen und am nächsten Morgen im Bett des Kutschers aufgewacht. Ein gewöhnlicher Bursche mit gewöhnlicher Arbeit, in den sie sich tatsächlich verliebt und ihn heiratet. Sie führt bestimmt ein glücklicheres Leben, als daheim bei ihrer Stiefmutter. Jedoch ohne Glanz und königlichem Glitzer. Würden wir unseren Kindern diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen? Vermutlich nicht. Die Gebrüder Grimm hätten sie ja nicht einmal in ihre Märchensammlung aufgenommen.

Überall wo wir mit Messlatten im Leben rumlaufen erzeugen wir Gewinner und Verlierer. Es gibt keinen Platz für zweite oder dritte, gar vierte Sieger. Ich sage "Scheiß was auf das Siegertreppchen!". Freilich nehmen wir an uns selbst Maß. Im Vergleich zu Anderen allerdings viel öfter und zugleich setzen wir den Maßstab bei uns viel erbarmungloser an. Nicht erreichte Maßstäbe sowie rigorose und sture Zielvorgaben führen dazu, dass ein Nicht-Erreichen automatisch zur Niederlage führt. Dann bin ich zwangsläufig ein Verlierer, ergo muss ich mich schlecht fühlen. Wie bekloppt ist das denn? Ja, vom Ziel abzuweichen ist nicht einmal eine Option. Völlig ausgeschlossen.

 
Wirklich?
Mir ist das mit meiner Abnehmerei passiert. Dabei weiß ich es im Grunde besser. Ganz bewusst habe ich ein Kilo pro Monat als Ziel gewählt. Weil ich genau diesen Stress nicht wollte und eine Extrem-Diät jedes Mal dazu führt, dass ich am Ende (oder früher) absolut keine Lust mehr habe. Die kleinen Schritte sollen mir helfen eben nicht durch das Schwarz-Weiß Raster zu fallen. Es gibt genug Graustufen auf denen man sich bewegen kann und sogar verweilen, wenn es einem dort gefällt.

Und bin ich nicht aus diesen und ähnlichen Gründen selbstbewusst im Januar angefangen darüber zu schreiben? Ja bin ich. Doch ich hatte es tatsächlich vergessen. Ganz philosophisch und weise kommt jetzt der Spruch "Der Weg ist das Ziel". So kann ich nicht verlieren, da ich das Ziel mit jedem Schritt bereits erreiche.

Und weshalb genau seid ihr jetzt die Besten?
Weil ihr mich wieder daran erinnert habt!
Einerseits durch die vielen lieben Aufmunterungen. Ganz groß stand in ganz vielen Kommentaren "Mach dir kein Stress", "Solange du dich wohlfühlst" und "Bloß nicht quälen". Mädels das gilt für euch genauso! Denn andererseits habt ihr eure eigenen suuuuper Geschichten. "Ich bin doch nicht alleine auf der Welt *vordenKopfschlag* euch geht und ging es genauso!" Und was habt ihr denn bitte schön für tolle Erfolge vorzuweisen! All das hat mich wieder zuversichtlich gemacht. Ich danke euch.

Was hat mir also der letzte Monat auf der Waage gebracht?
Einer der häufigsten Anmerkungen war "Stell dich nicht jeden Tag auf die Waage". Okayyyyy.... Dazu muss ich sagen, dass ich das bestimmt schon seit 15 Jahren so mache. Eigentlich kann ich mich gut von dem Zahlenspiel meiner Waage distanzieren. Die Erfahrung damit ist mir sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen. Doch wenn Bewährtes nicht mehr klappt, dann einfach mal was Neues probieren. Also wiege ich mich meistens nur noch 1 bis 2 mal die Woche. Funktioniert super!
Mein aktuelles Gewicht steht diesen Monat bei 80 KG. Vorne die 7 habe ich noch nicht geschafft, aber -nicht vergessen- ich bin ja wieder zuversichtlich!

Habt noch eine ganz wunderbare restliche Woche!
Liebe Grüße
Naddel

Nicht vergessen: Mehr 12tel Blicke hier.

25 Juli 2014

Ohne Theater in Orange und Duftendes von Côté Fontaine

Diese Woche ging schnell vorüber und ich habe nix gepostet. Überhaupt war ich diesen Monat bisher ein wenig schreibfaul :-) Ich hoffe ihr verzeiht mir das, aber das Wetter muss einfach genutzt werden. In den letzten zwei Tagen habe ich bspw. kurzerhand in einer Ecke im Garten eine neue Terrasse angelegt. Sehr schweißtreibend bei dem Wetter -aber gerade rechtzeitig, denn seit gestern Abend regnet es hier wieder. Die Ecke zeige ich euch auf jeden Fall noch. 

Sozusagen aus der Schublade fast fertig (ich fröhne weiterhin meiner Schreibfaulheit) gibt es heute wieder einen Frankreichbericht von mir. 

Am letzten Tag vor unserer Abreise haben wir die Stadt Orange besucht. Sehenswert soll dort das römische Theater sein. Allerdings hatte ich gar keine Lust auf Museumsbesuch -der Tag war mal richtig sonnig (es war ja April) und zudem war der Eintritt sehr happig! Also genossen wir lieber das gute Wetter und machten uns zu Fuß auf.

Das römische Theater in Orange

Platz gegenüber mit Cafes

 Als weiteres Besichtigungsziel gibt es da noch den Stadtgründungsbogen. Wir liefen quer durch die Innenstadt vorbei am Rathaus und der Kirche, um schließlich nach etwa 2-3 Km dort anzukommen. Leider waren wir enttäuscht. Nicht unbedingt wegen dem Baugerüst davor, welches es uns erschwerte "schöne Bilder" davon zu knipsen. Sondern weil dort weiter nichts Besonders war. Einfach langweilig. Ok, auf der anderen Straßenseite war eine öffentliche Toilette, die verhältnismäßig sauber war.

Der Stadtgründungsbogen von Orange

Also liefen wir zurück in die Innenstadt um gemütlich zu flanieren. Vermutlich haben wir manche Geschäfte "verpasst", einige interessante Läden konnte ich nur durch's Schaufenster betrachten, weil wir zur Mittagszeit unterwegs waren (in Frankreich haben viele Geschäfte über Mittag geschlossen). Aber was ist eigentlich immer geöffnet? Eine Kirche! ;-)  Die Kathedrale Notre Dame ist durchaus einen Blick wert.

Schöne Gebäude sind das Rathaus links und recht die Kathedrale Notre Dame

Zum Glück ist Orange ein großer Ort und es finden sich dennoch einige durchgehend geöffnete Läden. Wie z.B. dieser interressante Blumenladen, schräg gegenüber der Kirche.

Soviel Gewusel. Da musste ich schon genauer hinsehen.

Nur wenige Schritte weiter entdeckten wir dann den wunderbaren Laden Côté Fontaine. Sogar mein Broemmel fand das Geschäft toll und wir stöberten gemeinsam eine zeitlang. Der Besitzer war sehr nett und sprach ein wenig Englisch mit uns. Wir hatten tolle Duftkerzen entdeckt und er erklärte uns, dass die Kerzen in einer winzigen Manufaktur hergestellt werden. Er zeigte uns in einem Video wie Mitarbeiter aus alten Wasserkesseln heißen Wachs in Gläser abfüllten. 

Wenn ihr dort seid, dann schaut unbedingt im Côté Fontaine rein.

Wir haben uns eine Kerze mit dem Duft der "Frangipanier" (also Wachsblume) ausgesucht. Angeblich sollen sie 60 Stunden brennen. Hat jemand von euch schon Erfahrung mit Duftkerzen, die so lange brennen? Wir sind jedenfalls gespannt. Bei uns zu Hause brannte sie schon einige Male und wir notieren fleißig auf einem kleinen Zettel die Zeiten! *kicher*

Duftkerzen aus einer kleinen Manufaktur und
angeblich brennen sie 60 Stunden....

Abschließend noch mein Fazit: Orange fanden wir eher enttäuschend.
Vielleicht mag das Theater toll sein. Aber ob sich ein Ausflug nur deswegen lohnt? Der Stadtgründungsbogen ist langweilig und bietet keine unmittelbare Szenerie um dort zu verweilen. Ansonsten lohnt sich definitv ein Besuch im Côté Fontaine! 


Ihr Lieben, das war es für heute. Vermutlich melde ich mich erst nächste Woche wieder. Morgen bin ich nämlich ich auf einen Geburtstagnachmittag eingeladen und freue mich ganz liebe Mädels zu treffen. Was habt ihr denn so vor?

au revoir !
♥ Eure Naddel ♥


Hier folgt nun die Übersicht aller Berichte. Nach und nach werde ich überall die Links hinterlegen, sobald ich einen neuen Artikel online stelle.
Viel Spass beim stöbern !! ;-)

8 Tagesausflüge und 13 Ziele im Urlaub an der Ardèche:
  1. Die Brücke in Saint-Martin-d’Ardèche, mittelalterliches Aiguèze und L'atelier de Nia
  2. Baguette vom Markt aus Bagnols-sur-Cèze und Picknick bei den Sautadet Cascades
  3. Idyllisches Goudargues und beruhigende Aussichten in La Roque-sur-Cèze
  4. Trödel- und Antiquitätmarkt und das Côté Patine in Barjac
  5. Die Rhône und Torkunst in Pont-Saint-Esprit
  6. Gruseliges La Ferme aux crocodiles und Licht in den Grotten von Saint-Marcel
  7. Kanuten am Pont d’Arc und auf den Balkonen über den Gorges de l’Ardèche
  8. Ohne Theater in Orange und Duftendes von Côté Fontaine (dieser Artikel)

Unsere Unterkunft:


18 Juli 2014

Leichter Kartoffelsalat für zwei Personen

Ich glaube die Wetterkarte hat für dieses Wochenende keinen einzigen Fleck ohne Sonne. Also bedeutet das Grillwetter. Damit sich nicht nur die Fleischbranche über steigenden Umsatz freut, sondern auch die Kartoffelbauern, gibt es von mir heute ein Rezept für Kartoffelsalat.

Ohne Mayonaise, dafür mit Brühe.


Wobei ich gestehe, noch nie einen Kartoffelsalat ohne Mayo zubereitet zu haben. Mein Broemmel kennt diesen Salat zwar von seiner Mutter, die hat ihn aber auch nur selten gemacht hat. Hier im Norden (☺) ist nämlich die Mayonaise typisch und wohl deswegen weiß ich gar nicht woher diese Variante überhaupt stammt.

In 5 Schritten zubereitet
  • Die festkochenden Kartoffel in Salzwasser gar kochen.
  • Währenddessen die Zwiebel fein hacken und mit der heißen Brühe übergießen und mit dem Essig, Öl und Senf vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
  • Die noch heißen Kartoffeln pellen, in Stücke schneiden und in die Brühe geben.
  • 30 Minuten ziehen lassen.
  • Mit Schnittlauch bestreuen und warm servieren.

Habt ihr schon einmal eine Schnittlauchblüte gegessen? Vor einigen Wochen habe ich eine zum ersten Mal probiert. Sie schmeckt etwas schärfer, ein bischen wie eine Zwiebel und ich fand sie sehr lecker. 

Bevor es nun ins Wochenende geht, habe ich für meine lieben Gewinnerinnen noch eine wichtige Info: Mir ist beim letzten Post ein kleiner, aber erheblicher Fehler bei der Emailadresse unterlaufen:  Ihr müsst bei der Mail ".com" und nicht ".de" anhängen. 
Ich habe es bereits vorhin im Post korrigiert, aber noch nicht Jede von euch erreicht und Bescheid gegeben. Sorry für den Fehler!

Denkt mal an Pausen zwischendurch und genießt die Sonne! 
Ich wünsche euch ein super schönes Wochenende. 
Liebe Grüße
Naddel

12 Juli 2014

12 von 12 im Juli 2014 mit Gewinnerbekanntgabe

Schnell!!!!
Vor dem Fußballspiel werde ich wohl nicht mehr fertig, aber ich beeile mich, damit ich nicht all zuviel verpasse. Normalerweise bin ich nicht so deeeeer Fußballfan, aber große Meisterschaften schaue ich gerne mal mit und ab dem Achtelfinale bekomme ich i.d.R. leichtes Fieber.
Deswegen auf, auf ....

Heute morgen erst vergessen, dass heute der 12. ist.
Das ist der Kaffee nach dem Frühstück auf dem Balkon.

Im Gästebad den Spiegelschrank Give Aways gefüllt,
die wir in Hotelzimmern gesammelt haben.

Den nächste Kaffee bitte unten auf Terrasse im Schatten.
In der Sonne
(ich bin es nach den Regen und Gewittertagen ja nicht mehr gewöhnt)
war es mir heute zu warm ;-)

Dann zeige ich euch meine neue Hose mal,
die ich heute zum ersten Mal trage.

Tele mit meinen Eltern, die gleich zum Kaffee kommen. Papa hätte gerne was mit Streusel.
Zufällig ein Rezept bei Christine just gefunden! Also fix noch kurz zum Supermarkt.

Bei der Rückkehr Post mit ins Haus genommen.
Ach, wie schön, eine Nettigkeit ist für mich dabei *freu* Danke Alice :-)

Bald sind auch MaPa da und es gibt noch mehr Geschenke! Neue weiße Stuhlhussen! *nochmehrfreu*knuddel*
Ich hatte von den beiden erst welche in Rot bekommen, die aber nicht so gut in den Raum passen.

Natürlich habe ich den Crumble noch gebacken. Geht ja fix.
Aber die Pflaumen war vielleicht sauer. Aber meine Eltern fandens lecker.
So sind sie halt. Was Töchterchen macht ist immer gut ;-)

Nachdem beide gefahren sind, noch ein wenig im Garten gewandelt.
Dabei diesen Haufen Fliegen an einem Aststumpf entdeckt.
Was machen die da? Den Harz futtern?

*mist* ich habe schon 2 Tore verpasst! *gasgeben* ;-)
Also, hier meine jedes Jahr größer werdenden Callas...

Mein Broemmel war zum Fleischautomat und hat Abendessen besorgt.
Dazu Salatgurke mit Salz & Pfeffer.

Und das letzte Bild:
Lose für die Ziehung meines GiveAways erstellt.

Das waren sie meine 12 von 12. Mehr solcher Alltags-Reportage gibt es hier bei Caro!

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 Und jetzt wollt ihr noch wissen wer gewonnen hat?
*Guckstdu*

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Und zwar geht jeweils eins dieser Schilder


 an:
Lia von Lias-Home
Petra&Jinx von House No.12 (die Nr.22 war das Zusatzlos)
und Doreen von DekoreenBerlin

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Je eins von diesen Holzherzen


bekommen:
Christiane von Liebhaberstücke
und Stephie von Bienenelfe

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Und zum Schluß hat dieses Metallschild mit den Spulen


Jessi von Jessis Kreativblog gewonnen!

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Herzliche Glückwünsche von mir :-)
Schreibt mich an (naddelich [at] gmail .de com) und ich schicke euch euren
Gewinn in den nächsten Tagen zu.

So....und jetzt bin ich schnell weg ......
Eure Naddel

08 Juli 2014

Die Brücke in Saint-Martin-d’Ardèche, mittelalterliches Aiguèze und L'atelier de Nia

Zwei Tage lang will ich schon diesen Artikel online stellen. Ständig muss ich unterbrechen weil jemand an der Tür steht, sich spontan Termine ergeben oder das Telefon klingelt und irgendwas geregelt werden will. Doch glaubt nicht, das wäre nur gestern und heute so, denn ganz eigentlich wollte ich schon letzte Woche posten. Da lief es jedoch ähnlich ab.

Wogegen aus der Bahn geworfen hat mich die Nachricht über die beabsichtigte Versetzung von mir und zwei weiteren KollegInnen in eine andere Abteilung. Leider kann ich zum jetztigen Zeitpunkt aber gar nicht viel darüber erzählen. Es ist nämlich so, dass bei uns ziemlich viel umstrukturiert wird und ich selbst nicht über alles Bescheid weiß und richtige Informationen besitze. Gewiss kann und werde ich jedoch irgendwann einmal die ganze Geschichte erzählen.

Für mich war das allerdings im ersten Augenblick aufwühlend. In solchen Momenten würde ich liebend gerne meinen Koffer packen und los fahren. Runterkommen und abschalten. Ab in die Provence und zurück an die Ardèche um gemütlich einen Wein der Côtes du Rhône zu schlürfen.

Um unsere Auberge zu erreichen sind wir durch Saint-Martin gefahren. Von dort geht der Weg nach Saint-Julien-de-Peyrolas über eine Hängebrücke, die über den Fluß Ardeche führt. Als ich die Brücke das erste Mal sah, fragte ich meinen Broemmel ob wir hier wohl richtig sind: Das ist doch eine Fußgängerbrücke?

Die sehr enge ...also wirklich schmal Hängebrücke,
von Saint-Martin-d’Ardèche nach Aiguèze.

Da habe ich mich aber getäuscht! Eine Ampel regelt den Verkehr und sorgt dafür, dass die Brücke nicht gleichzeitig von beiden Seiten befahren wird. Die ist nämlich soooooo schmal, dass neben einem Auto gerade eben noch Platz für Fußgänger ist. Für mich bedeutet das absoluter Nervenkitzel und Luft anhalten bis wir auf der anderen Seite heile ankamen.

Am ersten Tag nach unserer Ankunft sind wir zu Fuß nach St. Martin um die Brücke und den Ort zu erkundschaften. 

Unser Wanderweg war nicht an jeder Stelle trocken,
also zogen wir spontan die Schuhe aus.

Saint-Martin ist klein aber touristisch und bietet einige Cafes und Sitzmöglichkeiten nahe des Wassers. Von dort aus hatten wir einen schönen Blick in das Ardechetal und genossen die weite Landschaft. 

Die Platane haben mich gleich vom ersten Tag an fasziniert.
Sie stehen dort fast in jedem Ort.

Auf der anderen Uferseite sahen wir das Örtchen Aiguèze. Das Dorf liegt etwas höher auf einem Felsvorsprung und wir erkannten den Kirchturm und den Bergfried.

Foto li.: Blick von der Brücke Richtung Aiguèze.
Foto mi.: von da nach dort gelaufen und den ersten Tag genossen!
Foto re.: der Blick zurück von Aiguèze aus.

Aiguèze ist mein kleiner ♥Lieblingstipp.

Weinfeld vor Aiguèze
 
Unten links ist gut zu erkennen, dass das Dort am Felsen gebaut ist
und man von dort oben einen tollen Ausblick hat

Das Dorf ist Mittelalter pur mit seiner imposanten Kirchturmspitze, den gemütlichen Gassen, alten Türmchen und dem vielen Kopfsteinpflaster überall. Im Nachhinhein erfuhr ich, dass es zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört und ich kann nur empfehlen sich davon selbst zu überzeugen!

Schön, oder?

Weil wir es so schön fanden, waren wir deswegen am vorletzten Urlaubstag nochmal dort.
Doch beim zweiten Mal waren wir sehr überrascht: plötzlich sah alles anders aus. Schnell war klar aus welchem Grund. Beim ersten Besuch waren wir während der Mittagszeit in Aiguèze. In Frankreich gibt es kein Ladenschlussgesetz wie bei uns. Die Öffnungszeiten sind daher oft unterschiedlich und gerade während der Mittagszeit haben viele geschlossen. Besonders die Geschäfte in kleineren Orte.

Flanieren in enge Gassen bei Laternenlicht und unter Olivenbäumen verweilen.

Wir sahen vorher auch weniger Ladenschilder an den Hauswänden und so war es sehr spannend plötzlich dort Geschäfte zu entdecken, wo wir zuvor niemals Eines vermuten hätten. Zum Glück waren wir nochmal dort, denn so entdeckte ich L’atelier_de_Nia!

Während der Mittagspause sind die Fensterläden geschlossen
und die Schilder im Haus.

Dort fand ich es so schön, dass ich es gerne als Shoppingtipp weitergebe.

Die Künstlerin Nia bei der Arbeit
Im Atelier ist allerhand selbstgemachte Deko der Künstlerin zu finden. Ich war sofort begeistert und habe mir alles angeschaut. Leider gibt es nur ein Fenster und es war ein wenig dunkel um gut zu fotografieren, doch für einen Eindruck reicht es. Das Motto lautet sowieso "selbst ansehen" ;-)

Sehr gut gefallen haben mir die herzigen Lavendelsäckchen

Verzierte Gläser, Kartenhalter für die Familie, Kissen ...

Als Mitbringsel habe ich mir eine Nagelbürste in Fischform mit der Aufschrift "BAIN..." ausgesucht. Sie hängt jetzt bei mir an der Gästetoilette, sozusagen als Ersatz für ein Türschild ;-) Ich habe es hier auf Instagram schon gezeigt.

....Und mit der Gästetoilette bin ich wieder Zuhause angelangt. 
Seid ihr alle mitgereist und wieder gut zurückgekehrt? :-) Dann geht es gleich entspannt auf die Couch, von der aus wir uns das Fußballspiel anschauen werden. Es heißt wieder Daumen drücken!

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und grüße alle meine neuen LeserInnen herzlich ♥winkewinke♥ Natürlich habe ich die Verlosung nicht vergessen, aber die Gewinner gibt es beim nächsten Mal! 
Bis dahin heißt es 


au revoir !
♥ Eure Naddel ♥


Hier folgt nun die Übersicht aller Berichte. Nach und nach werde ich überall die Links hinterlegen, sobald ich einen neuen Artikel online stelle.
Viel Spass beim stöbern !! ;-)


8 Tagesausflüge und 13 Ziele im Urlaub an der Ardèche:
  1. Die Brücke in Saint-Martin-d’Ardèche, mittelalterliches Aiguèze und L'atelier de Nia(dieser Artikel)
  2. Baguette vom Markt aus Bagnols-sur-Cèze und Picknick bei den Sautadet Cascades
  3. Idyllisches Goudargues und beruhigende Aussichten in La Roque-sur-Cèze
  4. Trödel- und Antiquitätmarkt und das Côté Patine in Barjac
  5. Die Rhône und Torkunst in Pont-Saint-Esprit
  6. Gruseliges La Ferme aux crocodiles und Licht in den Grotten von Saint-Marcel
  7. Kanuten am Pont d’Arc und auf den Balkonen über den Gorges de l’Ardèche
  8. Ohne Theater in Orange und Duftendes von Côté Fontaine 

Unsere Unterkunft: