22 Januar 2015

Was mich bewegt

von Rainer Maria Rilke

Man muss den Dingen
die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen -
und dann
Gebären...


Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.
Er kommt doch!


Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind,
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit...


Man muss Geduld haben,
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.


Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.



Meine Lieben,
letzten Samstag verzogen sich, nahe zu vollständig, die Wolken. Seit einer gefühlten Ewigkeit verhüllten sie so ziemlich jeden einzelnen Tag in ein dunkles Grau. Bei herrlichstem Sonnenschein verbrachte ich einige Stunden im Garten. Ich glaube, ich atmete jeden Sonnenstrahl stückweise ein.

Ich genieße sowas.
Ich kann genießen.

Den längst überfälligen Tulpenzwiebeln gab ich in der kalten Erde ein schönes Zuhause für die nächsten Monate. Wenn sie künftig blühen, werde ich mich an diesen Tag erinnern. Dann denke ich daran, wie ich deren Geschwister und Freunde unter welkem Laub entdeckte. Wie sie versuchten ihre Köpfe hindurch zu schieben und sich in Richtung Himmel strecken, um so ihr Winterquartier allmählich zu verlassen.

Ein wilder Haufen grüner Schöpfe.
Allein deren schlichter Anblick entlockt mir ein Lächeln.

Denn ich weiß vom kostbaren Prunk, kenne ihren versteckten Pomp. Heute ist von ihrer zukünftigen Schöhnheit keine Spur. So mancher Laie vermag sie mitnichten vom Herrn Nachbar Gestrüpp unterscheiden. Doch fortan wachsen sie und entwickeln aus dem Innersten ihre wahre Pracht. Bis sie eines Tages dort stehen; in vollem Glanz und ihr Anblick auch den letzten Wankelmütigen überzeugt.



~♥~♥~♥ ~

♥ Die schönen Dinge sind überall versteckt.
Ich wünsche mir, dass ich euch beim Lesen wenigstens einmal ein Lächeln entlocken konnte.

♥ Vielleicht ging euch kurz der Gedanke "wahre Schöhnheit kommt von innen" durch den Kopf?
Auch dann wurde mir ein Wunsch erfüllt.

♥ Möglicherweise versteht ihr das Gedicht von R.M.Rilke ähnlich wie ich.
Lebt einfach mal. Und zwar heute! Morgen gibt es doch noch gar nicht. Und gestern ist übrigens vorbei.

♥ Heute schenkte ich euch Momente der Freude aus meinem Leben. Ich erzählte euch meine Geschichte über Lebensfreude. Von einem schlichten Samstag in Arbeitshose, Dreck unter den Fingernägeln und einer Bellis, welche die Schönste weit und breit war ...nun gut ;-) sie war auch die Einzige *schmunzel*.


~♥~♥~♥ ~


Das ist mein Beitrag zur inneren Zufriedenheit und positivem Denken.
Zur Rettung der Lachfalte.
Einfach um etwas Glück mit euch zu teilen.
Um den Fokus zu korrigieren, damit die Augen wieder öfters die wahre Schöhnheit entdecken.

Rettet die Lachfalte

Die liebe Traude a.k.a. Frau Rostrose hat die Aktion "Rettet die Lachfalte" ins Leben gerufen. Ich hüpfe jetzt rüber und verlinke mich dort. Klickt einfach auf's letzte Bild und schaut einmal bei ihr vorbei.


Herzliche Grüße
eure Naddel






12 Januar 2015

12 von 12 01/2015

Hallo meine Lieben,
auch dieses Jahr möchte ich wieder bei der Foto-Challenge "12 von 12" teilnehmen. Es geht ein bisschen darum im Alltag den Blick zu öffnen und das Gesehene mit der Kamera (bei mir meistens die HandyCam) festzuhalten. Dabei steht nicht künstlerisches Können im Vordergrund, sondern mir macht es vielmehr Spass die alltäglichen Dinge festzuhalten und ein wenig mit den Bildern rumzuspielen.

So heißt es abermals am 12. jeden Monats 12 Bilder knipsen :


Guten Morgen um 04:30 Uhr.
Dafür gibt's zum Kaffee lecker Kekse als Frühstück.

Nach der Arbeit wieder Zuhause.
Hier ist ein besondere Spezies von der gefährlichen "Männergrippe" betroffen ;-)

Montags werden Blumen gegossen und
-weil ich's mir gut merken kann-
am 12. meistens auch noch gedüngt.

Mittagessen: ein belegtes Brot mit Schinken...
und eins mit Käse, welches aber nicht auf's Bild wollte.

Während der Mann beim Arzt,
kann die Frau gemütlich bummeln.

Ihr hübschen Zieräpfel wollt doch bestimmt bei meinen 12 von 12 teilnehmen.
Leider bin ich zu klein, um mit dem Handy nah genug dran zu kommen ...

..dann fotografiere ich halt von der Brücke herunter ;-)

Sagte ich bummeln???
Na gut... -aber das war im Angebot! *grins*

Bei der Gelegenheit knispe ich euch gleich mal meine Neuen.
In die bin ich zur Zeit richtig verliebt ♥

Zum Abendessen: Nudeltopf mit leckeren Zuckererbsen

Danach zum Tennistraining

Noch duschen
und anschließend fix meine 12 Bilder online stellen
.

Jetzt verlinke ich mich noch bei Caro und dann direkt ab ins Bett.
Morgen klingelt wieder um 04:30h mein Wecker....
Grüßchen Naddel

07 Januar 2015

Recycle your Xmas

Ich bin mir nicht sicher:
Zeige ich ein Rezept oder geht es in Richtung DIY?
Außerdem probiere ich heute mal was Neues auf meinem Blog.

In diesem Sinne zuerst einmal: Willkommen im neuen Jahr ☺

Bei uns bleibt der Weihnachtsbaum und die Deko bis zu den heiligen drei Königen stehen. Demzufolge wurde gestern also abgeschmückt und abgehangen wurden u.a. zum ersten Mal Zuckerstangen. Auf Pinterest habe ich gesehen, dass einige ihre Stangen schmelzen und sozusagen neue Bonbons herstellen. Das habe ich direkt mal ausprobiert.

Vom Baum in den Ofen

Alle Zuckerstangen steckte ich in einen Gefrierbeutel und schlug ordentlich mit einem Holzlöffel drauf. Solange bis sie klein waren. Wobei ich da wohl ein bischen zu viel zugeschlagen hab, denn ein wenig staubte es schon *hust*